Französische Bulldogge


Ursprungsland:               

Frankreich

Standardnummer:

101

Gewicht:

Rüden: 9–14 kg. Hündinnen: 8–13 kg. 500 g mehr sind erlaubt, wenn es sich um einen typvollen Hund handelt.

Verwendung:

Gesellschafts- und Begleithund.

FCI-Gruppe: 9

Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion 11 Kleine Doggenartige Hunde.

Ohne Arbeitsprüfung.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD

Ein typischer, klein-  formatiger Molosser. Trotz seiner geringen Grösse ein kräftiger, in jeder Hinsicht kurzer und gedrungener Hund, mit kurzem Fell, mit kurzem, stumpfnasigem Gesicht, Stehohren und natürlicher Kurzrute. Sie muss den Eindruck eines lebhaften, aufgeweckten, sehr muskulösen Tieres von kompakter Struktur und solidem Knochenbau vermitteln.

 

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN)

Umgänglich, fröhlich, verspielt, sportlich, aufgeweckt. Besonders liebevoll im Umgang mit ihren Besitzern und mit Kindern.

 

KOPF

Der Kopf muss sehr kräftig, breit und quadratisch sein; die ihn bedeckende Haut bildet nahezu symmetrische Falten und Runzeln. Der Kopf der Bulldogge ist gekennzeichnet durch den eingezogenen Oberkiefer- und Nasenbereich; der Schädel macht an Breite weit, was er an Länge verloren hat.

 

OBERKOPF

Schädel: Breit, nahezu flach, mit stark gewölbter Stirn. Die vorstehenden Augenbrauenbogen werden durch eine zwischen den Augen besonders entwickelte Furche getrennt. Die Furche darf sich auf der Stirn nicht fortsetzen. Sehr wenig entwickelter Hinterhauptkamm.

Stopp: Sehr stark ausgeprägt.

 

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenspiegel: Breit, sehr kurz, aufgeworfen; Nasenlöcher gut geöffnet und symmetrisch, schräg nach hinten gerichtet. Die Neigung der Nasenlöcher und die aufgeworfene Nase (man spricht von aufgestülpt) müssen jedoch eine normale Nasenatmung erlauben.

Nasenrücken: Sehr kurz, breit; er zeigt konzentrisch symmetrische Falten, die auf den Oberlefzen abwärts laufen (Länge: 1/6 der gesamten Kopflänge).

Lefzen: Dick, ein wenig schlaff und schwarz; die Oberlefze trifft die untere in der Mitte und verdeckt völlig die Zähne, die niemals sichtbar sein dürfen. Die obere Lefze ist im Profil fallend und abgerundet. Die Zunge darf nie sichtbar sein.

 

Kiefer: Breit, quadratisch, kräftig. Der Unterkiefer verläuft in einem weiten Bogen und endet vor dem Oberkiefer. Bei geschlossenem Fang wird das Vorstehen des Unterkiefers (Vorbiss) durch den gebogenen Verlauf der Unterkieferäste gemildert. Dieser gebogene Verlauf ist nötig, um ein zu starkes Vorstehen des Unterkiefers zu vermeiden.

Zähne: Die Schneidezähne des Unterkiefers dürfen auf keinen Fall hinter den oberen Schneidezähnen stehen. Der untere Zahnbogen ist abgerundet. Die Kiefer dürfen nicht seitlich verschoben oder verdreht sein. Der Abstand der Schneidezahnbogen kann nicht strikt festgelegt werden; von grundlegender Bedeutung ist, dass Oberlefze und Unterlefze so aufeinander treffen, dass sie die Zähne völlig verdecken.

Backen: Die Wangenmuskulatur ist gut entwickelt, jedoch nicht hervortretend.

Augen: Aufgeweckter Ausdruck; tiefeingesetztes Auge, ziemlich weit vom Nasenspiegel und vor allem von den Ohren entfernt; von dunkler Farbe, ziemlich gross, schön rund, leicht hervorstehend und ohne jede Spur von weiss (weisse Augenhaut), wenn das Tier nach vorne schaut. Der Lidrand muss schwarz sein.

Ohren: Mittelgross, breit am Ansatz und an der Spitze abgerundet. Hoch auf dem Kopf angesetzt, jedoch nicht zu dicht beieinander; aufrecht getragen. Die Ohrmuschel ist nach vorne geöffnet. Die Haut muss dünn sein und sich weich anfühlen.

 

HALS

Kurz, leicht gebogen, ohne Wamme.

 

KÖRPER

Obere Profillinie: Die obere Linie steigt stetig bis in die Lendengegend an, um dann rasch zur Rute hin abzufallen. Ursache für diese sehr angestrebte Form ist die kurze Lende.

Rücken: Breit und muskulös.

Lenden: Kurz und breit.

Kruppe: Schräg.

Brust: Walzenförmig und sehr tief; fassförmige, stark gerundete Rippen.

Vorbrust: Weit geöffnet.

Untere Profillinie und Bauch: Aufgezogen, jedoch nicht windhundartig.

 

RUTE: Kurz, tief auf der Kruppe angesetzt, an den Hinterbacken anliegend, am Ansatz dick; Knoten- oder Knickrute; zum Ende hin verjüngt. Selbst in der Bewegung muss sie unterhalb der Horizontalen bleiben. Eine relativ lange (aber nicht über das Sprunggelenk reichende) und sich verjüngende Knickrute ist zulässig, aber nicht erwünscht


GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND: Läufe gerade und senkrecht, sowohl in der Seiten- als auch in der Vorderansicht.

Schultern: Kurz, dick; hervortretende, feste Bemuskelung.

Oberarm: Kurz.

Ellenbogen: Unbedingt am Körper anliegend.

Unterarm: Kurz, gut abgesetzt, gerade und muskulös.

Vorderfusswurzel/Vordermittelfuss: Kräftig und kurz.

 

HINTERHAND: Die hinteren Gliedmassen sind kräftig und muskulös; sie sind etwas länger als die Vordergliedmassen und überhöhen dadurch die Hinterhand. Sowohl in der Seiten- als auch in der Rückansicht sind sie gerade und senkrecht.

Oberschenkel: Muskulös, fest, nicht zu sehr gerundet.

Sprunggelenk: Recht tiefgestellt, nicht zu stark gewinkelt, vor allem aber auch nicht zu steil.

Hintermittelfuss: Kräftig und kurz. Die Bulldogge darf von Geburt an keine Afterkrallen tragen.

 

PFOTEN: Die Vorderpfoten sind rund, klein sogenannte «Katzenpfoten»; guter Kontakt zum Boden, leicht ausgedreht. Die Zehen sind sehr kompakt, die Krallen kurz, dick und gut abgesetzt.

Die Ballen sind hart, dick und schwarz. Bei gestromten Tieren müssen die Krallen schwarz sein. Bei den Farben «caille» (fauvegestromte Hunde mit mittlerer Weissscheckung) und «fauve» (falbfarbene Hunde mit mittlerer oder überhandnehmender Weissscheckung) werden dunkle Krallen bevorzugt, helle Krallen jedoch nicht bestraft.

Die Hinterpfoten sind sehr kompakt.

 

GANGWERK: Bewegungsablauf frei; die Gliedmassen bewegen sich parallel zur Medianebene des Körpers.

 

 

HAARKLEID

HAAR

Schönes, dichtes, glänzendes und weiches Kurzhaar.

 

 

FARBE:

- Gleichmässiges Fauve, gestromt oder ungestromt, oder mit begrenzter Scheckung.

- Gestromtes oder ungestromtes Fauve mit mittlerer oder überhandnehmender Scheckung.

Alle Abstufungen der Falbfarbe sind zulässig, von «Rot» bis hin zu «Milchkaffee». Völlig weisse Hunde teilt man der Farbe «Gestromtes Fauve mit überhandnehmender weisser Scheckung» zu. Wenn ein Hund einen sehr dunklen Nasenschwamm und dunkle Augen mit dunklen Lidrändern aufweist, so kann bei besonders schönen Exemplaren ausnahmsweise eine gewisse Depigmentierung im Gesicht toleriert werden.

Hier gibt es im Harzer Rassehunde Verein e.V. einen gravierenden Unterschied zum FCI, denn in unserem Verein sind Sonderfarben KEINE FEHLER!

 

GRÖSSE UND GEWICHT

Bei einer Bulldogge in gutem Zustand darf das Gewicht nicht weniger als 8 kg und nicht mehr als 14 kg betragen, wobei die Grösse im Verhältnis zum Gewicht steht.

 

FEHLER

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

* Enge oder zusammengekniffene Nase, chronische Schnarcher !!!!!! 

* Vorn fehlender Lefzenschluss

* Depigmentierte Lefzen

* Helle Augen

* Wamme

* Hoch getragene Rute; zu lange oder anormale kurze Rute

* Lose Ellbogen

* Steiles oder nach vorn versetztes Sprunggelenk

* Unkorrekte Gangarten

* Getüpfeltes Haarkleid

* Zu langes Haar

 

 

SCHWERE FEHLER

* Bei geschlossenem Fang sichtbare Schneidezähne.

* Bei geschlossenem Fang sichtbare Zunge.

* «Trommelnder» Hund (schnelle Bewegung der Vordergliedmassen)

* Depigmentierte Stellen im Gesicht, mit Ausnahme bei fauve-gestromten Hunden mit mittlerer Weissscheckung («caille») und falbfarbenen Hunden mit mittlerer oder überhandnehmender Weissscheckung «fauve»)

* Übermässiges oder ungenügendes Gewicht.

 

AUSSCHLIESSENDE FEHLER

* Aggressiv oder ängstlich

* Nasenschwamm von anderer Farbe als schwarz

* Hasenscharte

* Hunde, bei denen die unteren Schneidezähne hinter den oberen schliessen.

* Hunde, deren Fangzähne bei geschlossenem Fang ständig sichtbar sind.

* Verschiedenfarbige Augen

* Nicht aufrecht getragene Ohren.

* Ohren, Rute oder Afterkrallen kupiert.

* Afterkrallen an den hinteren Gliedmassen entfernt oder vorhanden.

* Schwanzlosigkeit

* Die Haarfarben «Schwarz mit Brand», «Mausgrau», «Braun».

  (Dies gilt NICHT für Hunde, die im Harzer Bulldoggen Verein e.V. gezüchtet werden!!)

 

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

 

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

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Zum Standard gibt es noch einige Ergänzungen, die unsere Zucht betreffen:


Da uns die Gesundheit und Sportlichkeit unserer Hunde und natürlich aller von uns gezüchtetes Hunde sehr am Herzen liegt, werden bei uns nur Hunde in die Zucht gehen, die umfangreich untersucht sind:

KW, HD, ED, OCD, Spondylose, Patella, Augen, Herz, Atmung (Luftröhren-Röntgen), Zähne/Kiefer,...


Ebenfalls sind uns die genetischen Untersuchungen sehr wichtig! Wir untersuchen neben den "gängigen" Erbkrankheiten auch auf CDDY (nur über Laboklin!!) und haben auch hier schon einen Erfolg zu verbuchen - Pablo ist nur N/cddy (Einfachträger).



Wir haben es zu unserem Ziel gemacht tolle, agile Hunde in wunderschönen Farben zu züchten, die wieder Spaß an der Bewegung haben und auch überall mithalten können.

Zucht ist Denken in Generationen, natürlich ist ein Zuchtziel nicht in 3 Jahren zu erreichen -  wir stehen ja noch am Anfang unseres Weges. Und doch bin ich schon stolz auf unsere Nachzuchten, die auch kritische Tierärzte schon sehr begeistert haben.